Die Sitzung der Energiekommission in dieser Woche war äußerst informativ. Ausführlich berichtete ein Vertreter der Bundesnetzagentur über den die Situation sowohl bei den Übertragungsnetzen, als auch bei den Verteilnetzen. Es ergaben sich auch augenfällige Widersprüche zu den Ausführungen der Vertreter von E.ON, LEW und des Netzbetreibers Tennet, die in der vorangegangenen Sitzung zwar wenig konkret aber in lebhaften Worten die Situation der Stromnetze als äußerst schwierig darstellten. So erfuhren die Mitglieder der Kommission etwa, dass E.ON Bayern sein jährliches Budget von 60 Mio. Euro zum Ausbau der Verteilnetze bisher noch nie ausgeschöpft hat.
„Es war äußerst hilfreich, dass die Bundesnetzagentur die Ausführungen von E.ON Bayern zurechtgerückt hat. Die Energiekommission wäre gut beraten, wenn sie nicht so sehr auf die Lobbyisten der konventionellen Energiewirtschaft hören würde, wenn ihr es tatsächlich um die Gestaltung der Energiewende geht“, kommentierte der energiepolitische Sprecher der Grünen, Ludwig Hartmann die Sitzung.

